Lichtschalter und Steckdosen – das müssen Sie beachten

Beim Hausbau oder der Sanierung von Räumen haben Eigentümer einmalig die Chance, Lichtschalter und Steckdosen effizient und praktisch in den Räumen zu verteilen. Was Sie dabei alles beachten müssen, erfahren Sie in diesem Beitrag. 

Wie viele Steckdosen werden benötigt? 

Um später viele Mehrfachsteckdosen zu vermeiden, sollten sich Hauseigentümer im Vorfeld Gedanken darüber machen, wie viele Steckdosen benötigt werden. Pro Raum sollten Sie sich daher eine Liste mit allen technischen Geräten machen, die einen Anschluss benötigen. Berücksichtigen Sie hierbei auch Smartphone, Laptop, Leuchten und temporäre Geräte wie Handmixer, Föhn oder Glätteisen.

Anhand der Geräte können Sie im Anschluss auch besser bestimmen, in welcher Höhe die Steckdosen montiert werden sollten. 

Für Lichtschalter ist die Liste mit Sicherheit deutlich kleiner. Pro Raum ist es sinnvoll ein bis zwei Lichtschalter zu setzen. 

Auf welcher Höhe sollen die Kabel verlegt werden? 

Bei der Verkabelung des Stromnetzes sollte stets darauf geachtet werden, auf welcher Höhe Lichtschalter und Steckdosen angebracht werden. Sie sollten weder zu hoch noch zu niedrig liegen. Insbesondere sollte Sie aber darauf achten, dass die Steckdosen nicht zu nah am Boden positioniert werden. Im Falle eines Wasserschadens könnten die Steckdosen mit Wasser in Berührung kommen. Dies ist nicht nur schlecht für die Technik, sondern auch lebensgefährlich, wenn man mit der Steckdose in Berührung kommt. Einige Zentimeter über dem Fußboden reichen aber aus, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Beim Planen sollten Sie geschickt vorgehen. Sowohl Steckdosen in Fußbodennähe als auch in Greifnähe sind sinnvoll. Beim Staubsaugen zum Beispiel müssen Sie sich so nicht bücken, sondern können das Gerät in einer stehenden Position anschließen. 

Auch in der Küche sollte auf die Verteilung geachtet werden, denn die richtige Höhe für Lichtschalter und Steckdosen ist hier entscheidend. So sollten Steckdosen für den Herd und die Spülmaschine in Fußbodennähe liegen. Aber auch an Geräte wie Wasserkocher, Kaffeemaschinen und Mixer ist zu denken. Für diese sind Steckdosen in Höhe der Arbeitsplatte sinnvoll. 

Die Positionierung von Lichtschaltern muss in jedem Raum gut durchdacht sein. Platzieren Sie Lichtschalter in der Nähe von Türen oder aber auch an Stellen, an denen Sie später Licht benötigen, beispielsweise über der Arbeitsfläche in der Küche und in der Nähe des Bettes. So müssen Sie nicht noch einmal aufstehen, um das Licht auszuschalten. 

Auch sollten Sie das Mobiliar in die Entscheidungsfindung miteinbeziehen. Es wäre schade, wenn Sie einen Schrank genau da aufstellen möchten, wo ein Lichtschalter platziert ist. 

Steckdosen mit smarter Technologie

Sie haben die Qual der Wahl: Möchten Sie innovative Technik verbauen oder auf die klassische Technik setzen. Wenn Sie möchten, können Sie direkt smarte Steckdosen einbauen. Durch die Nutzung von Smart Home Steckdosensystemen können Sie viele Geräte fernsteuern. Per App auf dem Smartphone können Sie das Licht regulieren, den Herd vorheizen, die Kaffeemaschine anmachen und vieles mehr. Teilweise funktioniert diese Smart Home Technologie auch mit Geräten, die selbst nicht intelligent sind. Herde und andere Großgeräte müssen aber mit den nötigen smarten Funktionen ausgestattet sein. Andernfalls können Sie die gewonnenen Vorzüge nicht nutzen.

Kindersicherung an Steckdosen

Wenn Kinder im Haushalt leben, können Steckdosen, die in Fußbodennähe platziert sind, schnell zu Gefahrenherden werden. Kinder entdecken Dinge mit ihren Sinnen. So ist es schnell einmal passiert, dass die Schützlinge in die Steckdose fassen oder sogar daran lecken. Beides kann lebensgefährlich sein. Daher gibt es Kindersicherungen für Steckdosen, die Sie nutzen sollten. Durch die Kindersicherung ist das Kind geschützt und Sie können die Steckdosen wie gewohnt weiterverwenden. 

Bei Lichtschaltern müssen Sie sich keine Sorgen machen. Mit diesen dürfen die Kinder gerne spielen.